Findlingskopf

Peter Kunz (1975): Findlingskopf
Eigentum der Stadt Biel

Zum Werk

Der Findlingskopf ist ein 1,10m hoher Granitstein, in der Form eines Kopfes. Er schaut in einem 45 Grad Winkel zum Restaurant Börse. Seine Gesichtszüge sind nur angedeutet, grosse Augenhöhlen, Nase, kleiner Mund. Der Stein ist vom Alter und den Abgasen der vorbeifahrenden Autos etwas dunkel geworden. Um ihn herum stehen Fahrräder, wohl neben dem Stein parkiert, ohne zu merken, worum es sich handelt: Ein Findlingskopf.

Zum Künstler

Peter Kunz wurde 1939 in Biel geboren und starb 1985 bei einem Flugzeugabsturz (Artcorner 28). Peter Kunz war Steinbildhauer und studierte an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Laut Hans Christoph von Tavel (o.J.) war Stein – oft waren es Kieselsteine – der Ausgangspunkt seines Schaffens. Gesammelt hatte er sie in Flüssen – in der Emme aber auch in der Maggia. Er bearbeitete alle Steine, von zentnerschweren Köpfen bis zu kleinen Schmuckstücken, immer die Struktur der Steine beachtend. Peter Killer (1977) schreibt, die Köpfe von Kunz seien stumm, unagressiv, defensiv und abwartend und im besten Fall würden sie lächeln.


Artcorner28 (2010): Hommage an Peter Kunz. Ein Bildhauer und seine Geschöpfe. Faltblatt.
Killer, Peter (1977): Peter Kunz: Homo faber mit Vorbehalten. In: Peter Kunz (Hrsg.): Plastiken und Grafiken. Biel: Bachsa-Print.
von Tavel, Hans Christoph (1984): Peter Kunz: ein Bildhauer und seine Geschöpfe. o.V.