Vertschaupet

Schang Hutter (1980): Vertschaupet
Eigentum der Stadt Biel

Zum Werk

„Vertschaupet“ zeigt – wie der Name schon sagt zertretene und geschlagene Figuren, die am Boden liegen. Während fünf weitere Figuren eher unbeteiligt an den Leidenden vorübergehen. Das Original von „Vertschaupet“ ist laut Von Roll (1990;140) aus Tannenholz. Es wurde zweimal gegossen. Der erste Guss steht auf dem Bahnhofsplatz in Biel, der Zweite in der Magdeburger Altstadt.


Von Roll (1990): Künstlerwerkplatz Industrie. Zürich und München: Artemis Verlag.
 

Zum Künstler

Schang Hutter ist 1934 in Solothurn geboren. Im Betrieb seiner Eltern absolvierte er eine Lehre als Steinmetz und besuchte parallel die Kunstgewerbeschule in Bern. 1954-1961 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München (Von Roll; 1990). Diese Zeit war für den jungen Schweizer, der vom Krieg nur wenig mitbekommen hatte, sehr prägend. Alle seine Mitstudenten waren im Krieg und sie erzählten Schang Hutter Dinge, deren Ungeheuerlichkeit er nicht fassen konnte (Hutter 1998). Das in München Erfahrene wurde zu seinem Thema. Er stellt dar, was Menschen empfinden, wenn sie von Menschen verachtet, gequält und ermordet werden. Seit 1999 lebt Schang Hutter in Genua.


Hutter, Schang (1981): Shoa II. IN: Kunstsammlung der Stadt Thun
Von Roll (1990): Künstlerwerkplatz Industrie. Zürich und München: Artemis Verlag.